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2025-10-18 15:35:31 +02:00

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Wie Maschinen lernen
KristianKersting · ChristophLampert · ConstantinRothkopf
(Hrsg.)
Wie Maschinen lernen
Künstliche Intelligenz ­verständlich erklärt
Hrsg. Kristian Kersting Technische Universität Darmstadt Darmstadt, Deutschland
Constantin Rothkopf Technische Universität Darmstadt Darmstadt, Deutschland
Christoph Lampert Institute of Science and Technology Klosterneuburg, Österreich
ISBN 978-3-658-26762-9
ISBN 978-3-658-26763-6 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-26763-6
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
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Bildnachweis Umschlag: © Nanina Föhr. Mit Abbildungen von Nanina Föhr.
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Geleitwort
Grußwort Matthias Kleiner, Präsident der LeibnizGemeinschaft und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der KI-Kompetenzzentren in Deutschland Liebe Leserinnen und Leser oder einfach: Dear All! Ob es wohl stimmt, dass jedes Buch schließlich die Leserinnen und Leser findet, die es verdient? Für das vorliegende Buch hoffe ich, dass die Menge der Leserschaft rasch gen 100% strebt eben alle, einfach jede und jeder seine Leserinnen und Leser werden. Warum? Weil seine Inhalte alle angehen. Weil es sich zur Aufgabe gemacht hat, für alle zu sein. Das vorliegende Buch haben angehende Expertinnen und Experten für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen geschrieben, um beides zugänglich zu machen, um beides nicht nur in den Alltag des Nutzens und Benutzens, sondern in den Alltag des Verstehens zu rücken, um zu informieren, Schlagworte zu konkretisieren und Chancen und Risiken zu diskutieren für mehr
V
VIGeleitwort
Bewusstsein, mehr Entscheidungskompetenz und am Ende sicher auch für weniger Ängste und Hysterie.
Das ist gut, das ist wichtig. Denn im Verhältnis zwischen unserer Gesellschaft und künstlicher Intelligenz ist wissenschaftliche Sachlichkeit ebenso nötig wie umgekehrt beherzte Dialogbereitschaft wie die vorliegende dem Verhältnis von Gesellschaft und Wissenschaft wohl bekommt: Künstliche Intelligenz ist kein Wesen mit Eigenleben oder eigenständigen Vitalfunktionen, das jegliches menschliche Handeln übernehmen kann oder soll. Künstliche Intelligenz bezeichnet im Grunde genommen ein Bündel von Technologien, oder besser noch, Algorithmen, also Rechen- oder Handlungsanweisungen, die verschiedene Prozesse des Erschließens und Aneignens, des Anwendens und Transformierens, gerichtet auf bestimmte Funktionalitäten und Ergebnisse, umsetzen können.
Dem kommt eine gewisse Lisa also eine junge Dame aus unserer Mitte auf den folgenden Seiten mit, Dir, mit Euch, mit allen, liebe Leserinnen und Leser, auf die Spur. Viel Vergnügen!
Matthias Kleiner
Vorwort
Wir sehen sie vielleicht nicht, aber Künstliche Intelligenz ist überall um uns herum. Sie hat längst unser Leben erobert und hilft uns, den Alltag bequemer und besser informiert zu gestalten. Sie hilft uns beim Suchen im Internet, sie übersetzt uns im Urlaub die Straßenschilder, und sie erlaubt es uns, in natürlicher Sprache unser Smartphone zu bedienen. KI, so die populäre Abkürzung für Künstliche Intelligenz, ermöglicht es der Feuerwehr im Notfall schneller durch den Verkehr zu kommen, sie hilft der Landwirtschaft optimal zu düngen und zu säen, sie verbessert Aussagen über den Klimawandel und sie hilft, das Zusammenspiel von neuen Medikamenten mit tausenden möglicher Nebenwirkungen vorauszusagen. KI erlaubt aber auch personalisierte Werbung im Internet, sie ermöglicht die rund-um-die-Uhr Kameraüberwachung von öffentlichen Plätzen, und überhaupt übernimmt sie mehr und mehr Tätigkeiten, die vorher Menschen vorbehalten waren.
VII
VIIIVorwort
Diese Entwicklungen kann man begrüßen oder kritisieren, aber man sollte sie nicht ignorieren. Klar ist, dass mit der immer schnelleren Entwicklung solcher KI-Systeme auch das Potenzial wächst, dass der Alltag von Bürgerinnen und Bürgern massiv beeinträchtigt wird. Insofern überrascht es nicht, dass in den letzten Jahren eine öffentliche Debatte über die Auswirkungen von KI auf unsere Gesellschaft entstanden ist. Was passiert, wenn manche Staaten KI nutzen, um ihre Bürgerinnen und Bürger zu überwachen? Welche Informationen kann KI aus den Daten gewinnen, die große Konzerne über ihre Milliarden von Nutzern sammeln? Wie verändert KI die Kommunikation oder die Arbeitswelt? Welche Auswirkungen hat KI für jeden Einzelnen und für das Zusammenleben in der Gesellschaft? Welche Grenzen sollte es für KI geben?
Fassen wir zusammen: Künstliche Intelligenz ist die wohl spannendste Zukunftstechnologie unserer Zeit. Leider ist KI für viele unter uns ein Buch mit sieben Siegeln. Man hört Sensationsmeldungen in den Nachrichten oder im Internet, doch was verbirgt sich hinter den Schlagzeilen, was ist Wirklichkeit und was ist Fiktion? Um heute gemeinsam die Weichen dafür zu stellen, wie die Welt von morgen aussehen wird, braucht jeder ein grundlegendes Verständnis darüber, was KI ist und wie sie funktioniert. Nur so kann eine Diskussion stattfinden, die die ganze Gesellschaft erreicht.
Aufzuklären und einen bescheidenen Beitrag zur Öffnung der Diskussion zu leisten, das war auch unser Ziel, als wir vor gut zwei Jahren das wissenschaftliche Kolleg „Künstliche Intelligenz Fakten, Chancen, Risiken“ der Studienstiftung des deutschen Volkes ins Leben riefen Danke für die Chance und die finanzielle und logistische Unterstützung an die Studienstiftung. In zahlreichen Treffen mit einer Gruppe von 25Studierenden haben wir uns
VorwortIX
informiert, gestaunt, diskutiert und gelacht. In dem Buch, das Sie gerade in den Händen halten, präsentieren wir Ihnen unsere Ergebnisse: einen Einblick in den aktuellen Stand der Künstlichen Intelligenz, aufbereitet in allgemeinverständlicher Weise ohne zu viele technische Details, aber auch ohne zu starke Vereinfachungen, denn in ihrer Essenz sind die zugrunde liegenden Techniken bereits einfach genug.
Der Motor, welcher die moderne KI antreibt, ist das Konzept des maschinellen Lernens. Dieses erlaubt, Computern neue Fähigkeiten beizubringen, einfach indem man ihnen passende Daten zur Verfügung stellt. Statt vieler spezialisierter Verfahren benötigt man nur eine kleine Anzahl von Lernalgorithmen, von denen wir Ihnen die wichtigsten in diesem Buch vorstellen. Sie sind alles, was Sie wirklich wissen müssen, um zu verstehen, wie das maschinelle Lernen die Welt verändert. Weit entfernt von Esoterik und ganz abgesehen von ihrem Einsatz in Computern sind sie Antworten auf Fragen, die uns alle angehen: Wie lernen Maschinen? Wo liegen ihre Grenzen? Können wir dem, was Maschinen gelernt haben, wirklich vertrauen? Und wie lernen wir?
Diese und andere Fragen beantwortet die Heldin unseres Buches, Lisa. Die wahren Helden sind aber die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kollegs. Ihr habt das Buch geschrieben. Ihr habt Lisa ins Leben gerufen und so nahbar und liebevoll gestaltet, wie wir das niemals geschafft hätten. Danke!
Darmstadt, Deutschland Wien, Österreich Darmstadt, Deutschland
Kristian Kersting Christoph Lampert Constantin Rothkopf
Inhaltsverzeichnis
Teil I Grundlagen
1 Einleitung
3
Jannik Kossen, Fabrizio Kuruc und
Maike Elisa Müller
2 Algorithmen
11
Nicolas Berberich
3 Maschinelles Lernen
21
Michael Krause und Elena Natterer
4 Daten
29
Alexandros Gilch und Theresa Schüler
5 Regression
39
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
XI
XIIInhaltsverzeichnis
6 Klassifikation
45
Jana Aberham und Jannik Kossen
7 Clusteranalyse
53
Jana Aberham und Fabrizio Kuruc
Teil II Lernverfahren und mehr
8 Lineare Regression
61
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
9 Ausreißer
69
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
10 k-Nächste-Nachbarn
73
Michael Neumann
11 k-Means-Algorithmus
81
Dorothea Müller
12 Fluch der Dimensionalität
89
Jannik Kossen und Fabrizio Kuruc
13 Support Vector Machine
95
Jana Aberham und Fabrizio Kuruc
14 Logistische Regression
105
Theresa Schüler
15 Entscheidungsbäume
111
Jannik Kossen, Maike Elisa Müller und
Max Ruckriegel
InhaltsverzeichnisXIII
16 Verzerrung-Varianz-Dilemma
119
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
17 Hauptkomponentenanalyse
125
Christian Hölzer
18 Eine kurze Geschichte der künstlichen
Intelligenz
135
Ina Kalder
19 Big Data
141
Christian Hölzer und Elena Natterer
20 Künstliche neuronale Netze
149
Leon Hetzel und Frederik Wangelik
21 Faltungsnetze
163
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
22 Gradientenabstiegsverfahren
171
Wolfgang Böttcher, Charlotte Bunne und
Johannes von Stetten
23 No Free Lunch Theorem
181
Maike Elisa Müller
24 Bayesregel
185
Justin Fehrling und Michael Krause
25 Generative gegnerische Netzwerke
195
Jannik Kossen und Maike Elisa Müller
26 Verstärkendes Lernen
203
Thomas Herrmann und Lars Frederik Peiss
XIVInhaltsverzeichnis
Teil IIIKünstliche Intelligenz und Gesellschaft
27 Über die Mystifizierung von KI
215
Nicolas Berberich und Christian Hölzer
28 Künstliche Intelligenz und Sicherheit
223
Nicolas Berberich und Ina Kalder
29 Künstliche Intelligenz und Ethik
229
Nicolas Berberich
30 Schlusswort
241
Jannik Kossen, Maike Elisa Müller und
Elena Natterer